Ein Leitfaden mit methodischen Hinweisen, herausgegeben von Irina Bohn/Ludger Klein und verfasst von Christian Baier und Norbert Poppe.
Fachliche Reflexion der Beratung dient der Qualitätsentwicklung und -sicherung in diesem sich zunehmend ausdifferenzierenden und sich fortschreitend professionalisierenden Arbeitsfeld.
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von Christine Burmeister und Dorte Schaffranke
Die Evaluierung der eigenen Arbeit ist als Teil des Qualitätsmanagements in der Sozialen Arbeit sinnvoll und hilfreich. Selbstevaluation ist dabei ein gut geeignetes Instrument, um Qualitätskriterien und -indikatoren der Beratungsarbeit zu erarbeiten und zu überprüfen. Zudem bietet sie auch die Möglichkeit, die für ein Arbeitsfeld abgestimmten Qualitätsstandards in der Praxis zu überprüfen und Schlussfolgerungen für die Arbeit zu formulieren.
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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begleiteten und evaluierten das Programm. So wurde die Qualität und die kontinuierliche Optimierung des Programms gesichert.
Deutsches Jugendinstitut in Halle:
Gesamtevaluation der beiden Bundesprogramme „kompetent. für Demokratie“ und „Vielfalt tut gut“
DJI – Kurzbericht [PDF, 153 KB] Stand April 2009
Camino Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich gGmbH
und
ISS Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik gem. e.V.:
(Gemeinschaftsprojekt)
1. Zwischenbericht [PDF, 649 KB] Stand August 2008
2. Zwischenbericht [PDF, 755 KB] Stand August 2009
Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung zum Programm „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ [PDF, 427 KB]
Gesamtbericht der Wissenschaftlichen Begleitung für den Berichtszeitraum 01.02.2008 – 31.08.2009 „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ [PDF, 440 KB]
Endbericht der Wissenschaftlichen Begleitung für den Berichtszeitraum 01.02.2008 bis 31.12.2010 „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ [PDF, 833 KB]
Diese Handreichung ist im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ durch ISS-Frankfurt a.M. und Camino gGmbH Berlin, im Auftrag der Stiftung Demokratische Jugend entstanden. Sie richtet sich an Berater/innen im Themenfeld Rechtsextremismus.
Die Evaluierung der eigenen Arbeit ist als Teil des Qualitätsmanagements in der Sozialen Arbeit sinnvoll und hilfreich. Selbstevaluation ist dabei ein gut geeignetes Instrument, um Qualitätskriterien und -indikatoren der Beratungsarbeit zu erarbeiten und zu überprüfen. Zudem bietet sie auch die Möglichkeit, die für ein Arbeitsfeld abgestimmten Qualitätsstandards in der Praxis zu überprüfen und Schlussfolgerungen für die Arbeit zu formulieren. Damit entsteht eine fundierte Basis für eine fortwährende Verbesserung der Beratungsarbeit. Eine Selbstevaluation bietet dabei die Chance, sich ohne einen Kontrollblick von außen mit der Qualität der eigenen Arbeit auseinanderzusetzen und selber zu entscheiden, mit welchen Forschungsmethoden und in welchem Umfang Arbeitsabläufe, Strukturen und Ergebnisse verdeutlicht werden sollen. Selbstevaluationen ermöglichen Stärken und Schwächen von Beratungsarbeit herauszuarbeiten und auf dieser Basis zukunftsorientierte Entscheidungen
für die Beratungsarbeit zu treffen/anzuregen.
Diese Handreichung eignet sich für einen Einstieg in die Thematik und liefert deshalb einen kompakten und praxisorientierten Überblick zu theoretischen Grundannahmen der Selbstevaluation. Es ist unser Anliegen, Ihnen darauf aufbauend in dieser Handreichung Verfahren und Methoden vorzustellen, die auch mit geringeren personellen und zeitlichen Ressourcen durchgeführt werden können. Für Selbstevaluationen im Themenfeld Rechtsextremismus geben wir hierfür Anregungen für Fragestellungen, praktische Tipps für das Herangehen an Selbstevaluationsprozesse, Beispiele für konkrete Erhebungs- und Bewertungsmethoden sowie eine Checkliste.
Handreichung Selbstevaluation [PDF, 653 KB]
Fachliche Reflexion der Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus dient der Qualitäts-entwicklung und -sicherung in diesem sich zunehmend ausdifferenzierenden und sich fort-schreitend professionalisierenden Arbeitsfeld. Möglichkeiten zum Fachaustausch sind – wie auch Gelegenheiten zur Weiterbildung und zur externen Beratung – erforderliche Rahmen-bedingungen für eine „gute“ Beratung im Themenfeld.1 In diesem Sinne soll die Handreichung einige praktische Hilfsmittel für die professionelle Arbeit in diesem vergleichsweise jungen Beratungsfeld anbieten. Gegenstand der fachlichen Reflexion können – mit Blick auf unterschiedliche Aspekte der eigenen Professionalität – bspw. Fragen zur Klärung der eigenen professionellen Rolle, zur Klärung möglicherweise unterschiedlicher, mitunter verdeckter Aufträge, des zugrundegelegten Wertekanons, der eigenen Haltung und des Auftretens, mit denen Berater/innen an ihre Arbeit gehen, und nicht zuletzt auch Fachfragen im Zusammen-hang der Entwicklung von Handlungsstrategien sein.
Generell ist es hilfreich, das eigene Handeln von Kolleg/innen aus dem eigenen Team, die im Idealfall über zusätzliche, die eigenen Kompetenzen ergänzenden Qualifikationen verfügen, spiegeln und ggf. hinterfragen zu lassen. Oftmals kann auch ein distanzierterer Blick von außen bzw. die Einbeziehung externer Expertise weiterhelfen. Vor diesem Hintergrund können die in der Handreichung aufgeführten Instrumente auch für die Zusammenarbeit sowohl im (Beratungs-)Team als auch im Beratungsnetzwerk nützlich sein.
Christian Baier und Norbert Poppe haben für diese Handreichung praxiserprobte Methoden ausgewählt, die ganz unterschiedlich anwendbar sind: Einige Methoden können selbständig und in eigener Verantwortung angewendet und eingeübt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Beteiligten auf eine klare Rollenverteilung und Verantwortungen einigen (Wer übernimmt bspw. die Moderation?). Andere Methoden bedürfen größerer Erfahrung und sollten beim ersten Mal nicht ohne professionelle Anleitung, bspw. mit erfahrenen (Ko-)Moderator/innen, bzw. nicht ohne vorangegangene Fortbildung zum Einsatz kommen. Und schließlich können die aufgeführten Methoden durchaus auch in der gemeinsamen Reflexion des Beratungsprozesses bzw. der Fallbearbeitung mit den Beratungsneh-mer/innen Anwendung finden. In diesem Kontext erscheint indes ein umso sorgsamerer Umgang damit angeraten.
Handreichung Instrumente und Methoden zur fachlichen Reflexion [PDF, 405 KB]