Jede Konfrontation mit Erscheinungen des Rechtsextremismus verläuft anders. Und für jeden Konflikt muss vor Ort eine individuelle, maßgeschneiderte Lösung gefunden werden. Die Erfahrungen aus der konkreten Beratungspraxis sowie die Weiterentwicklung rechtsextremer Strategien wird die Entwicklung neuer Modelle und methodischer Herangehensweisen bei der Lösung von Konfliktsituationen fortlaufend erforderlich machen.
Deshalb fördert das Bundesprogramm thematische Modell- bzw. Forschungsprojekte, die der Weiterentwicklung von Beratungskompetenzen und der Professionalisierung von Beratungsnetzwerken dienen sollen.
Im Herbst 2008 starteten zwei mehrjährige Modell-/Forschungsprojekte:
Im Mittelpunkt des Modellprojektes „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie“ der Deutschen Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband e. V. steht die Entwicklung von Modellen, die demokratiefördernde Haltungen bis in die kleinste Jugendfeuerwehr vor Ort fördert und Unterstützungsstrukturen gegen rechtsextremistische Einflussnahme im Verband entwickelt. Ziel ist es, sie in verbandsinterne Kommunikationsmodelle und externe Beratungsnetzwerke langfristig zu implementieren.
Ausgangspunkt des zweiten Modell-/Forschungsprojektes „Zivilgesellschaft stärken. Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus im strukturschwachen, ländlichen Raum“ sind die zunehmenden Versuche von Rechtsextremisten, gerade in strukturschwachen, ländlichen Regionen Fuß zu fassen. Der Einflussnahme in Kleinstädten und Gemeinden stehen Kommunalpolitik, Verwaltung und Bürgergesellschaft oft hilflos gegenüber. Die Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stellt sich in Kooperation mit dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und weiteren Akteuren das Ziel, Handlungsempfehlungen für die kommunale Praxis in ausgewählten strukturschwachen, ländlichen Regionen sowie in Ost und West zu entwickeln und umzusetzen.