Die Charta der Menschenrechte ist ein juristisches Dokument, das die basalen Grundrechte aller Menschen verbrieft. Sie gelten als unveräußerlich und unteilbar. Aber sie sind noch längst nicht durchgesetzt, wie die weltweite Liste der Menschenrechtsverletzungen beweist.
Menschenrechtsbildung setzt daher zunächst an, über die Inhalte und Ziele der Menschenrechte zu informieren. Die Menschenrechte zu kennen, ist jedoch nur der erste Schritt. Der Zweite besteht darin, die Ideale und Prämissen der Menschenrechte in ihrer Bedeutung für das eigene Leben zu verstehen und wertzuschätzen. Mit dem dritten Schritt sollen die Einhaltung, der Einsatz für sie und die Weitergabe des erworbenen Wissens erreicht werden. Die Kernaufgaben der Menschenrechtsbildung sind demnach: „Lernen über Menschenrechte“, „Lernen durch Menschenrechte“ und „Lernen für Menschenrechte“.
Für die pädagogische Praxis heißt dies konkret, Lernmodule und pädagogische Ansätze zu wählen, die den Ansprüchen einer menschenrechtlichen Kultur genügen. Die Methoden und Konzepte sollen Menschen in ihrer Würde stärken, ihnen ihre Rechte bewusst machen und sie animieren, für die Rechte anderer einzutreten. Dazu gehören die Förderung der Fähigkeiten zum kritischen Denken und Handeln, der Stärkung von kommunikativen Kompetenzen und friedliche Konfliktlösungen. Die Werte von Gleichheit, Respekt, Toleranz und Anerkennung müssen im Lernprozess erlebbar sein und auf ihre Tragfähigkeit hin erprobt werden können.
Die junge Teildisziplin Menschenrechtsbildung hat deshalb viele Schnittmengen mit anderen Feldern der politischen Bildung wie etwa der Demokratieerziehung, dem interkulturellen Lernen, der Friedenspädagogik oder der feministischen Bildungsarbeit.
Handbuch, Download
Das Handbuch ist das erste deutschsprachige, umfassende Lehr- und Lernwerk zur Menschenrechtsbildung für junge Menschen und soll die praktische Arbeit hierzu fördern und systematisieren. Es regt an, sich mit lokalen, nationalen, europäischen und globalen Dimensionen der pädagogischen Arbeit zu befassen.
Handbuch, CD
Das Toleranztraining umfasst zwei Schwerpunkte: die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Begriff Toleranz und die Vermittlung von kommunikationspsychologischen Grundlagen und Techniken für eine partnerschaftliche Kommunikation im Konfliktfall.
Boals „Theater der Unterdrückten“ ist ein Standardwerk. Sein Ansatz begreift die Aufgabe des Theaters in der kritischen Reflexion von gesellschaftlichen Verhältnissen und sich daraus ergebenen Handlungsmöglichkeiten zur Veränderung.
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