Qualität tut gut!

Qualität tut gut. So lautete nicht nur das Fazit des einleitenden Impulsreferats am zweiten Tag der bundesweiten Fachkonferenz “Demokratie stärken. Kompetenz fördern”, sondern auch das Resümee der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach zwei Tagen intensiver Arbeit rund um das Thema Qualitätssicherung.

Über 150 Fachkräfte aus Ministerien, Vereinen und Organisationen und Einzelprojekten beider Bundesprogramme nutzten am 08. und 09. Dezember im Berliner Umweltforum die Möglichkeit, ihre eigene Arbeit auf den Prüfstand zu stellen und im Austausch mit externen Referentinnen und Referenten neue Instrumente aus dem Qualitäts- und Projektmanagement kennenzulernen.

Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im BMFSFJ, begrüßte mit Blick auf beide Bundesprogramme das gemeinsame Auftreten von zivilgesellschaftlichen Akteuren, wie auch Bund, Länder und Kommunen im Engagement für ein demokratisches Zusammenleben. “Wir haben Kräfte gebündelt und neue Netzwerke geschaffen. Die Programme zeigen damit sichtbare Erfolge”, so Kues zu Beginn der Tagung.

Wie diese Zusammenarbeit in Zukunft qualitativ ausgebaut werden kann, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zehn thematischen Workshops anhand eigener Arbeitbezüge. Die gemeinsame Tagung beider Programme stelle bei der notwendigen Weiterentwicklung sinnvoller Ansätze und Standards in der Beratungs- und Präventionsarbeit dabei einen wichtigen Meilenstein dar, betonte Ute Seckendorf, Projektleiterin von “kompetent. für Demokratie”. Das Querschnittsthema „Qualität“ werde daher auch in Zukunft ein wichtiger Schwerpunkt in der Zusammenarbeit der beiden Programme sein, versprach Andrea Keppke, Projektleiterin des Bundesprogramms VIELFALT TUT GUT. mit Blick auf die Planung im Folgejahr 2010.

Dokumentation und Fotogalerie

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Dokumentation der Fachkonferenz

Diese Zusammenstellung wird laufend ergänzt.

Begrüßung
Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär, BMFSFJ
Andrea Keppke, Projektleiterin VIELFALT TUT GUT [PDF, 62 KB]
Ute Seckendorf, Projektleiterin kompetent. für Demokratie [PDF, 60 KB]

Einführungsvortrag
Dr. Michael Funke "Tue das Unerwartete - Wirkungsvoll handeln in
zivilgesellschaftlichen Kontexten"
download [PDF, 183 KB]
Vier Wege zu kollektiver Wirksamkeit [PDF, 8 KB]
Abstract [PDF, 26 KB]

Dr. Falko von Ameln
Qualität ist nicht alles, aber ohne Qualität ist alles nichts – Ein systemischer Blick auf Qualitätsentwicklung
download [PDF, 96 KB]
Abstract [PDF, 30 KB]

WORKSHOPS

A Projekt- und Ergebnismanagement inlokalen/regionalen Kontexten als Beitrag zur Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens
A1 Gehen Sie über Los Partizipative Zielformulierung (Katja Haufe-Höfling) Der Weg von einer motivierenden Projektidee zu einem fundierten, am tatsächlichen lokalen Bedarf orientierten Konzept ist steinig und weit. Wie kann dieser Weg strukturiert, partizipativ und zielorientiert gestaltet werden? Ansätze aus dem Projektmanagement werden ebenso berücksichtigt wie Methoden zum Identifizieren und Einbinden potentieller Kooperationspartner/-innen.
Handout [PDF, 275 KB]
Abstract [PDF, 62 KB]
Fotoprotokoll 08.12.09 [PDF, 6,7 MB]
Fotoprotokoll 09.12.2009 [PDF, 3,9 MB]

A2 Die Welle reiten Projekte partizipativ gestalten und umsetzen (Jascha Rohr)
Kräftezehrende Erfahrungen gehören zur alltäglichen Projektarbeit. Es gibt zahllose Auseinandersetzungen wegen unklarer Rollen, sich verändernder Ziele und bürokratischer, personeller und finanzieller Hürden. Wie kann eine gute Balance zwischen kreativen Prozessen und effektiven Strukturen organisiert werden? Hierfür werden neue Ansätze, Haltungen und Methoden vorgestellt und diskutiert.
Abstract [PDF, 30 KB]
Fotoprotokoll 08.12.2009 [PDF, 1,4 MB]
Fotoprotokoll 09.12.2009 [PDF, 1,6 MB]

B Prozess- und Projektbegleitung und Beratung
B1 Zwischen Betroffenheit und Professionalität. Möglichkeiten der Beratung in zivilgesellschaftlichen Kontexten (Dr. Michael Funke)
Beratung nach rechtsextremen Vorfällen ist insbesondere für Berater/-innen meist sehr anstrengend und aufreibend. Nicht selten sehen sie sich mit Abwehr und Widerständen aus dem Klientensystem konfrontiert. Wie lassen sich in diesem Kontext Beratungszugänge herstellen? Hilfreiche Beratungsansätze aus der systemischen Organisationsberatung werden vorgestellt und diskutiert.
Abstract [PDF, 31 KB]
Fotoprotokoll 08.12.2009 [PDF, 4,5 MB]
Fotoprotokoll 09.12.2009 [PDF, 4,1 MB]

B2 Kontrolliert beraten? Perspektiven und Ansätze externer Projektbegleitung als Mittel zu Qualitätssicherung (Dr. Rudi Piwko, Dagmar Winner)
Das Instrument der Projektbegleitung wird oft zwischen den unterschiedlichen Erwartungen von Auftraggeber/-innen und Projektbeteiligten aufgerieben. Wie kann Projektbegleitung so ausgestaltet werden, dass sie von beiden Seiten als probates Mittel der Qualitätssicherung akzeptiert und anerkannt wird? Verschiedene Arten von Beratung und Begleitung werden vorgestellt.
Abstract [PDF, 32 KB]
Fotoprotokoll [PDF, 950 KB]

C Vielfalt im Gemeinwesen erkennen und managen
C1 Wahrnehmen und Wertschätzen Diversity erkennen (Stephanie Hüffell)
In Projekten treffen oft Mitarbeiter/-innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen. Dies bleibt im Alltag nicht immer reibungslos. Diversity eröffnet die Möglichkeit, diese Unterschiede wahrzunehmen und wertzuschätzen. Die Teilnehmer/-innen reflektieren bisherige Erfahrungen und Handlungsmuster.
Abstract [PDF, 32 KB]
Fotoprotokoll [PDF, 688 KB]

C2 Vielfalt produktiv nutzen können (Christian Raschke)
Individuelle, kulturelle, soziale und institutionelle Unterschiede zu erkennen und wertzuschätzen reicht oft für einen erfolgreichen Projektverlauf nicht aus. Es bedarf zusätzlicher Kompetenzen, das Potenzial von Vielfalt in Projekten zu heben und kreativ zu managen.
Abstract [PDF, 34 KB]
Fotoprotokoll [PDF, 1,8 MB]

D Aus Erfahrung lernen… - Evaluation und Lernprozesse für die strategische Ausrichtung zukünftiger Prozesse
D1 Mit dem Fernglas und der Lupe Möglichkeiten der Reflexion im Projektalltag (Katrin Greve-Grönebaum)
Die Akteure der Projekt- und Beratungsarbeit gegen Rechtsextremismus sind in komplexen Arbeitszusammenhängen tätig. Wie können sie Instrumente und Werkzeuge der Selbstreflexion darin gewinnbringend einbauen und anpassen?
Abstract [PDF, 30 KB]
Handout [PDF, 152 KB]

D2 Und wenn sie nicht gestorben sind … Die Welt nach der Projektarbeit (Katarina Reichmann)
Der Systematisierung von gesammelten Erfahrungen wird beim Projektabschluss wenig Beachtung geschenkt. Dabei beinhalten sie wichtige Lernmomente, die für die strategische Ausrichtung wichtig sind. Wie kann man zurückliegende Projekterfahrungen produktiv sammeln, aufbereiten und nutzbar machen?
Abstract [PDF, 19 KB]
Fotoprotokoll 08.12.2009 [PDF, 3,6 MB]
Fotoprotokoll 09.12.2009 [PDF, 1,9 MB]

E Auf Augenhöhe kommunizieren. Strategische Öffentlichkeitsarbeit in der Projekt- und Beratungsarbeit
E1 Mobilisierung 2.0. Grassroots-Kommunikation im web. (Ute Pannen)
Mit der technischen Veränderung des Internets zum Web 2.0 hat sich die Architektur des Webs zu einem dialogischen Prinzip verändert. Jeder kann heute Inhalte ins Netz stellen und online eine große Öffentlichkeit erreichen. Für politische Organisationen und zivilgesellschaftlich Engagierte stellt sich die Frage wie die Weiten des Web 2.0 genutzt werden können, um sich zu organisieren und weitere Unterstützer zu mobilisieren. Dieser Workshop gibt mit Hilfe von Best Practice Beispielen aus den USA und Deutschland Impulse. Ziel ist hierbei in praktischen Übungen selbst eine Kampagne oder Projektidee zu entwickeln, die die neuen Kommunikationstechniken nutzt. Dabei wird angesprochen:

  • Wie funktioniert die Kultur des Web 2.0 über die Anwendung reiner Werkzeuge hinaus?
  • Beispiele von Online-Organisationen und -Kampagnen dienen als Impuls.
  • Medienkompetenz (Facebook, YouTube, Blogg, Twitter) durch das Entwickeln einer eigenen Projektidee gestärkt und kritisch reflektiert.

Abstract [PDF, 35 KB]
Fotoprotokoll [PDF, 2,3 MB]

E2 Das Bild in der Öffentlichkeit gestalten. Strategische Öffentlichkeitsarbeit. (Michael Rausch)
Der Erfolg eines Projektes hängt mit davon ab, inwieweit die Öffentlichkeit "mitgenommen", sprich unterstützend einbezogen werden kann. Immer wieder ist aber zu konstatieren, dass die sogenannte "breite Öffentlichkeit" ein Projekt in seinen Zielen zwar grundsätzlich unterstützt und befürwortet, sich bei der Umsetzung aber kritisch oder zurückhaltend, wenn nicht gar ablehnend verhält. Das Image - um einen Begriff aus dem Marketing einzuführen - von Projektdurchführenden in der Öffentlichkeit entspricht nicht immer den eigenen Vorstellungen.
Was läuft da verkehrt?
Die Teilnehmer des Workshops bringen ihre Erfahrungen in der Kommunikation mit öffentlichen Akteuren und Institutionen ein. Erarbeitet wird, welche Erwartungen, welche Klischees und welche Vorurteile zwischen den potentiell unterstützenden Milieus einer Gesellschaft und den Projektdurchführenden bestehen. Erarbeitet wird, was man selbst tun und welche Botschaften man selbst "absenden" kann, um eine Kongruenz zwischen dem eigenen Wunschbild und dem Bild in der Öffentlichkeit herzustellen. Behandelt werden u.a. Fragen wie

  • Wie bringe ich ein Thema erfolgreich auf die öffentliche Agenda?
  • Wie kann ich ein Thema steuern?
  • Wie kann ich ein Thema / mein Projekt / mich selbst so positionieren, daß ich die Öffentlichkeit für mich gewinne?
  • Wie kann ich das Image, das sich über mich in der Öffentlichkeit bildet, vorab beeinflussen?
  • Wie komme ich aus der Ecke des "Besserwissers" oder des "Moralapostels" heraus?
  • Wie formuliere ich Botschaften, die sofort "zünden"?
  • Gibt es Vorbilder?

Abstract [PDF, 39 KB]

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Die Informationsplattform der Zentralstelle kompetent. für Demokratie in der Stiftung Demokratische Jugend wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus.

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