Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Ergebniskonferenz der beiden Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT.“ und „kompetent. für Demokratie“ am 21. und 22. Oktober 2010 in Berlin

Unter dem Motto „Demokratie aktiv gestalten!“ fand am 21. und 22. Oktober 2010 die zweitägige Ergebniskonferenz der beiden Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ im dbb forum berlin statt. Anlass war der Abschluss der Förderphase 2007-2010 der beiden Bundesprogramme und gleichzeitig der Start der kommenden Förderphase ab 2011. Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Bundesfamilienministeriums.

Zur feierlichen Eröffnung der Ergebniskonferenz zog der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues, positive Bilanz: „Über zwei Millionen Menschen haben vor Ort an den verschiedenen Projekten mitgewirkt und damit ein Zeichen für Toleranz und Demokratie gesetzt. Das ist ein voller Erfolg. Genau dieses Engagement bildet den Kitt unserer Gesellschaft. Deshalb werden wir die Förderung der Bundesprogramme in vollem Umfang fortsetzen“.

Der erste Veranstaltungstag stand dann ganz im Zeichen des Engagements für Demokratie, Vielfalt und Toleranz. So wurden im Rahmen der bundesweiten Initiative „Orte der Vielfalt“ 52 engagierte Kommunen mit dem Titel ausgezeichnet. „Alle Kommunen, die heute den Titel ‚Ort der Vielfalt‘ erhalten, zeichnen sich durch ihren vorbildlichen Einsatz für unsere Gesellschaft aus. Hinter diesen 52 Kommunen stehen über 4,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in 488 Gemeinden. Viele dieser Bürgerinnen und Bürger machen sich stark gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit vor der eigenen Haustür und setzen so ein gemeinsames Zeichen für Demokratie und Vielfalt in unserem Land. Dafür gebührt allen Beteiligten unser Dank“, so Dr. Hermann Kues.

Neben großen Städten wie Dresden, Saarbrücken und Mainz wurden auch Landkreisen wie dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Ostalbkreis sowie dem Hamburger Bezirk Altona und auch kleineren Gemeinden wie Nieder-Olm und Amelinghausen der Titel „Ort der Vielfalt“ verliehen.

Im Anschluss daran konnten die Teilnehmenden in Fachforen in kleineren Gruppen zu Themen wie „Qualitätsstandards für die Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus zur Stärkung demokratischer Kultur“ oder „Qualitätskriterien zur Umsetzung Lokaler Aktionspläne − Vorstellung der entwickelten Handreichung“ impulsgebende Vorträge verfolgen.

Podiumsdiskussion


Im anschließenden Podiumsgespräch zum Thema „4 Jahre aktiv für mehr Toleranz und Demokratie in Deutschland − Was haben wir erreicht und wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft?“ diskutierten Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Barbara John (Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin), Stefan Glaser (Leiter des Bereichs Rechtsextremismus bei jugendschutz.net), Lutz Stroppe (Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Sarah Singer (Vorstandmitglied der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.), Lutz Brockmann (Bürgermeister der Stadt Verden) und Dr. Richard Hartmann (Abteilungsleiter im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland Pfalz) über den bisher erreichten Status und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die kommende Förderphase ab 2011.

Bei der Abendveranstaltung im Palais der Kulturbrauerei fand der erste Veranstaltungstag in informeller Runde mit der Möglichkeit zum Fachaustausch seinen Ausklang.

Der zweite Veranstaltungstag diente vor allem der Präsentation der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitungen beider Bundesprogramme. Hier wurden in Fachforen Themen wie „Einwanderungsgesellschaft: Konflikt und Chance“ sowie „Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen − bewährte methodische Ansätze und zukünftige Herausforderungen“ gemeinsam bearbeitet.

Das darauf folgende Podiumsgespräch unter dem Motto „Wie lässt sich erfolgreiche Projektarbeit verstetigen? Programmakteure diskutieren“ bot den Podiumsgästen bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern Lokaler Aktionspläne, aus Modellprojekten und Beratungsnetzwerken eine Plattform, um über die Erkenntnisse und Erfahrungen der bisherigen Arbeit aller Programmbereiche und die Nachhaltigkeit erfolgreicher Projektarbeit zu debattieren.

Insgesamt stellte die Ergebniskonferenz 2010 einen passenden Rahmen dar, um das Erreichte der beiden Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT.“ und „kompetent. für Demokratie“ zu präsentieren. Gleichzeitig wurde sie damit zu einem gelungenen Auftakt für die zukünftige Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Dach „TOLERANZ FÖRDERN − KOMPETENZ STÄRKEN“ ab 2011.

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Die Informationsplattform der Zentralstelle kompetent. für Demokratie in der Stiftung Demokratische Jugend wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus.

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