Länderworkshop Brandenburg: Beratungsnetzwerk und Schule. Stärkung der Verhaltenssicherheit bei Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern

Ergebnisse des Länderworkshops Brandenburg
Leitung: Alfred Roos (Leiter und Geschäftsführer der RAA Brandenburg Demokratie und Integration Brandenburg e. V.), Brigit Schröder (Regionalreferentin RAA Potsdam) und Jeannette Fechner (Regionalreferentin RAA Trebbin)

Im Land Brandenburg existiert bereits seit 1998 das Handlungskonzept des Landesprogramms „Tolerantes Brandenburg“. Die wesentlichen und für die Arbeit wichtigen Strukturen zwischen Akteur/innen, wie Verwaltung, Schulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, bestehen demzufolge seit 10 Jahren. Darauf konnte die Arbeit des Beratungsnetzwerks optimal aufbauen. Im Bereich der schulischen Arbeit wird die Arbeit des brandenburgischen Beratungsnetzwerkes dadurch erleichtert, dass die Mobile Beratung und die RAA sechs regionale Büros in den brandenburgischen Schulamtsbereichen etabliert haben.

Alfred Roos legte dar, dass Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Arbeit vor Ort die „regionalen Kompetenzen“ der Einzelnen im Beratungsnetzwerk seien. Für eine Stärkung der Verhaltenssicherheit in den Schulen sei es darüber hinaus notwendig, Wissen und Kompetenzen im Bereich Rechtsextremismus und Rechtsextremismusprävention aufzubauen.

Als Problem benannten die Teilnehmer/innen des Workshops, dass die Schulen oft nur an kurzfristigen Maßnahmen interessiert seien, was diese selbst auf Zeitknappheit und Arbeitsüberlastung zurückführen. Auch soziale Probleme der Jugendlichen und deren Familien wirkten sich u. U. auf die Arbeitsmöglichkeiten an Schulen aus. Die RAA in Brandenburg, so Jeannette Fechner, versucht mit Schulen dauerhafte Vereinbarungen zu treffen, die über eine bloße Reaktion im Krisenfall hinausgehen. Wenn eine Schule beispielsweise einen Projekttag zum „Sozialen Lernen“ mit der RAA umsetzen möchte, wird darauf hingewirkt, dass Lehrkräfte freigestellt werden, damit diese Fortbildungen besuchen können. Die Lehrer/innen sollen damit befähigt werden, an ihrer Schule Streitschlichter/innen auszubilden.
Mit dem Projektpaket „Für Demokratie – Courage zeigen“ konnten lt. einer Teilnehmerin in Niedersachsen positive Erfahrungen gemacht werden. Auch Programme wie „Schule ohne Rassismus“ bieten darüber hinaus Möglichkeiten der Schulentwicklung und damit der Profilschärfung für Schulen an.


Links:
Weiterführende Informationen zur Arbeit vor Ort finden sie hier
(http://www.kompetent-fuer-demokratie.de/brandenburg)
RAA Brandenburg Demokratie und Integration Brandenburg e.V. (www.raa-brandenburg.de)
Landeskoordinierungstelle Brandenburg (www.tolerantes.brandenburg.de)

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Die Informationsplattform der Zentralstelle kompetent. für Demokratie in der Stiftung Demokratische Jugend wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus.

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