Runde Tische wurden Ende der 1980er Jahre als Methode bekannt, die mit Erfolg kritische politische Situationen gewaltfrei zu lösen half, z. B. in Polen 1988/89 und der DDR 1989/90. Ziel ist es, durch die repräsentative Beteiligung und Aktivierung aller Betroffenen in einem Gespräch einvernehmliche Lösungen zu erreichen. Idealtypisch gibt es bei dieser Methode keine Hierarchien und keinen formalen Vorsitz. Um auch räumlich deutlich zu machen, dass sich alle Teilnehmende auf gleicher Augenhöhe begegnen, findet das Gespräch an einem runden Tisch statt.
Der Ablauf
Eine Vorbereitungsgruppe, zusammengesetzt aus allen beteiligten Interessenvertretern, lädt zu einem Treffen mit einem klar formulierten Anliegen ein. Ein von allen akzeptierter Moderator führt durch das Gespräch. Ergebnisse werden protokolliert und allen Teilnehmenden zeitnah übersandt. Bei Bedarf kann der Runde Tisch wiederholt werden.
Das Ziel
Gewaltfreie Auflösung von kritischen Situationen
Für wen?
Erwachsene
Etwas modifiziert kann die Methode auch mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden
Methoden
Diskussion
Zeitbedarf
Vor- und Nachbereitung
Durchführung
je nach Alter der Beteiligten. Erwachsene: 2-4 Stunden, Kinder ca. 2 Stunden
Gruppengröße
Bis zu 20 Personen
Personal
1 Moderator
Raumbedarf
1 großer Raum. Alle Beteiligten sollen miteinander Augenkontakt halten.
Material
1 runder Tisch mit Bestuhlung, Teilnehmerliste, eventuell Flipchart zum Dokumentieren der Beschlüsse, Papier, Stifte, bei Bedarf Namenskarten
Kosten
Eventuell Honorar für Moderator, Materialkosten und Raummiete
Hinweis
Es muss im Vorfeld geklärt sein, wie verbindlich die vom Runden Tisch getroffenen Vereinbarungen für die Beteiligten sind und ob ihre Umsetzung gewährleistet ist.
Links
Bundeszentrale für politische Bildung: Runder Tisch für Kinder.
www.bpb.de
Stiftung Mitarbeit: Wegweiser Bürgergesellschaft
http://www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Universität Kassel
http://www.uni-kassel.de/fb6/kommlab/methoden/rundertisch.html
Literatur
Anbieter
Geschulte Moderatoren