Länderposter zum aktuellen Umsetzungsstand in Bayern

Newsletter der Landeskoordinierungsstelle Bayern

Fast ein Jahr LKS-Bayern

Am 15. November 2008 wird es die LKS-Bayern ein Jahr lang geben. Zeit um kurz
zu resümieren: Ein Jahr, das sind 20 Mobile Interventionen in ganz Bayern, davon 13 abgeschlossen und 7 noch laufend. Ein Jahr, das sind zusätzlich zu den MITs 12 Infoveranstaltungen vor Ort (beginnend ab August 08) und einiges an Unterstützungsarbeit bei Infoständen und Veranstaltungen in verschiedenen Kommunen. Ein Jahr, das sind unzählige Beratungsgespräche am Telefon und vor Ort bei kleineren Problemen, die kein MIT erforderten, aber trotzdem für die Anfragenden immens wichtig waren. Ein Jahr, das sind täglich Mails aus allen Teilen Bayerns - evtl. nur mit einer kleinen Frage aber auch oft mit der Bitte um Unterstützung, Information, Aufklärung und konkreter Hilfe vor Ort.

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Zuständiges Ministerium Bayern

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Bayerisches Staatsministerium
für Unterricht und Kultus
– Referatsleitung II.7 / Jugendarbeit


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Nicola Hieke

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Tel: 089. 514 58 -38

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Landeskoordinierungsstelle

Bayerischer Jugendring K.d.ö.R.
Herzog-Heinrich-Straße 7
80336 München

www.lks-bayern.de





Beratungsnetzwerk Bayern

Der Bayerische Jugendring ist Träger der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus. Sie ist die zentrale Anlaufstelle zur Anzeige von Krisensituationen auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus gibt die Landeskoordinierungsstelle einen regelmäßigen Informationsdienst heraus. Dieser beinhaltet neben aktuellen Entwicklungen auch Informationen über die Einsätze der Mobilen Interventionsteams. Die Einsätze der Mobilen Interventionsteams werden zentral von der Landeskoordinierungsstelle gesteuert. In enger Abstimmung mit dem landesweiten Beratungsnetzwerk erarbeiten die Mitarbeiter/-innen vor Ort Konzepte und Strategien, um Konflikte mit rechtsextremem, fremdenfeindlichem oder antisemitischem Hintergrund nachhaltig zu lösen. Im landesweiten Beratungsnetzwerk werden unterschiedliche Institutionen, Initiativen und Personen mit ihren Aktivitäten, Kompetenzen und Erfahrungen gebündelt und passgenau zur Bewältigung der Konfliktsituation eingesetzt.


Mitglieder des Beratungsnetzwerks

Bayern: „Da müssen wir hin!“ – aber ohne mahnenden Zeigefinger

Ein Dorffest in Unterfranken: Mitglieder des Kreisjugendrings beobachten, wie Vertreter einer rechtsextremistischen Jugendorganisation versuchen, Jugendliche für ihr nächstes Zeltlager zu gewinnen. Keineswegs zum ersten Mal: Gerade im Vorfeld der Kommunalwahlen häufen sich die Werbezüge dieses bundesweit aktiven Vereins. Lehrer, Jugendarbeiter, auch Eltern wenden sich an den Bayerischen Jugendring. Sie wollen nicht länger abwarten, bis noch mehr geschieht, sind aber auch unsicher: Zeltlager, Plätzchenbacken und Liederabende – auf den ersten Blick klingt das harmlos. Aber wer steckt tatsächlich hinter dem Verein und seinen vermeintlich unpolitischen Freizeitaktivitäten?
Harmloser Jugendverein oder rechte Kaderschmiede?Beim Jugendring sind die besorgten Bürger an der richtigen Adresse. Hier ist im Auftrag des Bayerischen Kultusministeriums gleichzeitig die Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus angesiedelt. Unterstützung gibt es außerdem vom landesweiten Beratungsnetzwerk, das sich aus Vertretern von rund 60 staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen sowie weiteren Fachleuten zusammensetzt.
Auch für den Fall in Aschaffenburg findet der Jugendring hier entsprechend geschulte Experten, die das Mobile Interventionsteam stellen: ein Sozialwissenschaftler, ein Sozialpädagogik-Student und zwei Vorsitzende des Kreisjugendrings. Unterstützt wird das Team zusätzlich durch die Kreisjugendpfleger der Region.
Zunächst steht Recherchearbeit auf dem Plan: Die Teammitglieder durchforsten sämtliche Archive und verschaffen sich so einen Überblick, mit was für einem Jugendverband sie es hier zu tun haben und wie sie am besten vorgehen. Nach der Recherche steht für die Experten fest: „Da müssen wir hin!“ Erster Schritt: ein Gespräch mit dem Bürgermeister, um zu klären, wie die Menschen im Landkreis die Situation wahrnehmen und wie ihnen konkret geholfen werden kann. „Die mobile Intervention kommt von außen, aber arbeitet eng mit den Leuten vor Ort zusammen“, erläutert Frank Schallenberg vom Bayrischen Jugendring.
Wie aus einer kleinen Bewegung ein großes Netzwerk wirdDas Lösungskonzept richtet sich zum einen an die Eltern und zum anderen an die Lehrer. In speziellen Schulungen lernen die Lehrer, wie sie mit den Aktivitäten rechtsextremer Gruppierungen umgehen und vor den Schülern dagegen argumentieren können. Für die Eltern gibt es Info-Abende zum Thema, mit Fokus auf aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten rechtsextremistischer Jugendverbände.
„So werden die Menschen nach und nach in die Lage versetzt, Problemsituationen im Zusammenhang mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus selber anzugehen“, resümiert Frank Schallenberg – etwa mit Hilfe eines Aktionsteams, das über den Einsatz hinaus die Menschen in der Region am Ort für Vorfälle wie diesen wappnet. „Alle sind jetzt sensibilisiert“, stellt Frank Schallenberg zufrieden fest, „Zu den ohnehin schon aktiven Bürgern sind noch weitere dazugekommen, die auch etwas gegen die Unterwanderungsversuche der Rechtsextremen bewegen möchten.“
So sei aus einer kleinen Bürgerbewegung ein großes Netzwerk entstanden. „Wir kommen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern wollen das Engagement vor Ort stärken“, fasst Frank Schallenberg die Mission der Mobilen Interventionsteams zusammen – mit wegweisendem Erfolg: Besagte Jugendorganisation wurde inzwischen verboten, da „Ziel des Vereins die Heranbildung einer neonazistischen ‚Elite‘“ sei, „im Rahmen vorgeblich unpolitischer Freizeitangebote“, wie das Bundesinnenministerium bekanntgab.

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Die Informationsplattform der Zentralstelle kompetent. für Demokratie in der Stiftung Demokratische Jugend wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus.

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